Münchener Zentrum für Lehrerbildung
print

Links und Funktionen
Sprachumschaltung

Navigationspfad


Inhaltsbereich

Pilotprojekt "Intensivpraktikum + Lehr:werkstatt" des Münchener Zentrums für Lehrerbildung und der Eberhard von Kuenheim Stiftung

Feierliche Festveranstaltung am 8. Februar 2012 an der LMU

22.02.2012

Am 8. Februar 2012 fand im Senatssaal der LMU die Festveranstaltung zum Pilotprojekt "Intensivpraktikum + Lehr:werkstatt" statt, ein Kooperationsprojekt des Münchener Zentrum für Lehrerbildung der LMU München (MZLLMU) und der Eberhard von Kuenheim Stiftung der BMW AG (EKS). Im Anschluss an die Grußworte von LMU-Präsident Bernd Huber und Bernd Sibler, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, stellten Professor Joachim Kahlert (MZLLMU) und Carl-August Graf von Kospoth (EKS) das Pilotprojekt vor. Unter der Moderation von Rosmarie Steiniger (EKS) und Dr. Markus Reiserer (MZLLMU) sprachen teilnehmende Studierende, Lehrer und Schüler über ihre Erfahrungen mit dem "Intensivpraktikum + Lehr:werkstatt".

festveranstaltung_ip+lehrwerkstat

v.l.n.r.: Ministerialrat Alfred Glasl, Prof. Dr. Bolko von Oetinger (Vorsitzender des Kuratoriums der EKS), Staatssekretär Bernd Sibler, LMU-Präsident Bernd Huber, Eberhard von Kuenheim, Prof. Dr. Joachim Kahlert, Carl-August Graf von Kospoth

Im Intensivpraktikum + Lehr:werkstatt leisten Lehramtsstudierende das Intensivpraktikum des MZLLMU ab und sind gleichzeitig Lehr:werker in der Lehr:werkstatt. Das Intensivpraktikum ermöglicht es dem Lehr:werker, in zwei dreiwöchigen Blöcken während der vorlesungsfreien Zeiten sowie einen Tag pro Woche während der Semester frühzeitig Erfahrungen im Unterrichten zu sammeln. Darüber hinaus lernt er über ein Schuljahr hinweg den Schulalltag kennen, indem er u.a. an Schulkonferenzen teilnimmt und bei Elternabenden und Beratungsgesprächen mitwirkt.

Für die Lehr:werkstatt durchlaufen die Studenten zusätzlich ein Auswahlverfahren der Stiftung und arbeiten mit einer Lehrkraft (Lehr:mentor) im Tandem zusammen. Um möglichst gut funktionierende Tandems zu bilden, werden Fachrichtungen, Erfahrungen, sowie die jeweilige Persönlichkeit berücksichtigt. In einem Einführungsworkshop klären Lehr:mentor und Lehr:werker ihre Rollen, Aufgaben und Erwartungen und einigen sich auf eine Ausgestaltung des Leitthemas "individuelle Förderung". Die Praxisphase an der Schule wird durch Kompetenzworkshops mit Themen wie Teamteaching oder Konfliktmanagement ergänzt. An der Universität reflektieren die Lehr:werker ihre Erfahrungen in einem Begleitseminar.

Im Intensivpraktikum + Lehr:werkstatt gewinnen die Lehr:werker – anders als in der bislang vorherrschenden Praktikumsgestaltung mit mehreren unzusammenhängenden Praktika in verschiedenen Schulklassen – einen frühen und realistischen Einblick in die Chancen, Herausforderungen und Belastungen des Lehrerberufs. So bekommen sie die Gelegenheit, ihre Eignung sowie ihr theoretisches Wissen in der Praxis zu reflektieren.

Durch den Unterricht im Tandem entstehen – auch für den Lehr:mentor – Möglichkeiten, neue Methoden und Handlungsweisen zu erproben. Festgesetzte Bilder sowie "eingeschliffene" Vorgehensweisen werden aufgebrochen. Gleichzeitig kann der Unterricht stärker individualisiert werden (der Lehr:werker kann beispielsweise durch die Förderung eines einzelnen Schülers Erfahrungen in der differentiellen Lernförderung sammeln). Die Schülerinnen und Schüler profitieren von einer intensiveren und differenzierteren Betreuung.


Servicebereich