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UNI-Klassen der LMU machen Schule

Deutsche Telekom Stiftung ruft mit Ausschreibung „Digitales Lernen Grundschule“ zur Einreichung innovativer Konzepte nach dem Vorbild der LMU UNI-Klassen auf

09.07.2015

Digitalisierung und digitale Medien stehen zurzeit sehr prominent in der öffentlichen Diskussion. Die Nutzung digitaler Medien in Kita und Schule zielt mit unterschiedlicher Gewichtung auf die Medienbildung und auf die Potenziale des Medieneinsatzes zur Vermittlung von fachlichen und überfachlichen Kompetenzen. So lassen sich durch den Medieneinsatz bestimmte Inhalte besser bearbeiten oder Ergebnisse und Lösungsschritte im Arbeitsprozess klarer darstellen. Häufig wird der Einsatz digitaler Medien auch in Verbindung zu positiven Effekten auf Eigenaktivität, Kooperation oder Selbstregulierung gesetzt. Das gilt auch für den Bereich der Grundschule.

Mit der Ausschreibung "Digitales Lernen Grundschule" ruft die Deutsche Telekom Stiftung zur Einreichung innovativer Konzepte für die Ausbildung von Grundschullehrkräften auf. Dabei geht es zum einen um den Einsatz digitaler Medien im Fachunterricht, zum anderen um eine dem Alter der Zielgruppe angemessene Vermittlung informatischer/algorithmischer Grundkompetenzen.

Ziel ist es, fünf Hochschulen auszuwählen, die bereits Konzepte an der Schnittstelle zwischen Fachdidaktik und Mediendidaktik/Medienpädagogik erarbeiten und ihre Aktivitäten in diesem Bereich perspektivisch umfassend weiterentwickeln wollen. Die von den ausgewählten Hochschulen entwickelten Konzepte sollen möglichst umfassend das Grundschulcurriculum berücksichtigen. Sie sollen in der Schulpraxis erprobt und in die Lehrerausbildung der jeweiligen Hochschulen integriert werden.

Vorbild sind die am Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik der LMU entwickelten UNI-Klassen. Die LMU ist in dieser Funktion sechste Hochschule des Entwicklungsverbundes und nimmt zugleich eine beratende Funktion für die fünf anderen Hochschulen ein, deren Aufgabe es sein wird, in Zusammenarbeit mit Grundschulen eine reflexive Praxis in der Lehrerausbildung zu etablieren. Dazu wird an einer Partner-Grundschule ein Klassenraum so ausgestattet, dass zum einen die entwickelten Konzepte eingesetzt werden können und zum anderen der Unterricht in Bild und Ton so aufgezeichnet werden kann, dass eine nachträgliche gemeinsame Reflexion möglich ist. Dieser Klassenraum soll als Entwicklungswerkstatt und Ausbildungsstätte genutzt werden. Der Reflexionsansatz unterstützt eine stärkere Verankerung der Lehrerausbildung an den Schulen und soll als wichtiger Bestandteil der Unterrichtspraxis und Evaluationsmethodik fest im Konzept verankert sein.

(Auszüge aus der Ausschreibung mit freundlicher Genehmigung der Deutschen Telekom Stiftung)


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