Münchener Zentrum für Lehrerbildung
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"Was die neue Lernkultur in den Schulen anrichtet"

Christoph Türcke am 1. März in der Bayrischen Staatsbibliothek

23.02.2016

CoverLehrer? Deren Zeit läuft ab. Gelernt wird heute eigenständig, beweglich, kreativ, weder Lehrern zuliebe noch nach Schablonen. So etwa klingt der Sirenengesang der "neuen Lernkultur". Wie sehr dieser Weg in die Irre führt, erörtert der Philosoph Christoph Türcke in seinem neuen Buch, das er am 1. März in der Bayerischen Staatsbibliothek im Gespräch mit Johan Schloemann (Süddeutsche Zeitung) vorstellt.

Mit der Rolle der Lehrer stehen zugleich entscheidende politische und pädagogische Grundeinstellungen zur Debatte. Wenn die Lehrer für den Erhalt und das Ethos ihres Berufs wirklich kämpfen, können sie eine Orientierungsdebatte auslösen, die die Grundfesten der neoliberalen Welt erschüttert.

Es geht um weit mehr als einen Schulstreit. Alles, was in Sach- und Fachkompetenzen nicht aufgeht, soll in der schönen neuen Lernwelt keinen Ort mehr haben. Menschen aber nur auf ihre Kompetenzen hin anzusehen, das heißt, sie wie Maschinen anzusehen. Lehrer zu Kompetenzbeschaffungsgehilfen zu reduzieren heißt, sie zu entwürdigen. Das müssen sie sich nicht bieten lassen.

Warum Lehrer zu ihrer Selbstdegradierung nicht verpflichtet sind, wohl aber zur Rückbesinnung darauf, was Lehren eigentlich ist, darüber diskutieren der Philosoph Christoph Türcke und Johan Schloemann.

Termin: Dienstag, 1. März 2016, 19 Uhr
Ort: Bayerische Staatsbibliothek, Fürstensaal (1. OG)
Eintritt: frei
Anmeldung: erforderlich unter veranstaltungen@bsb-muenchen.de oder Tel.: 089/28 638 2115

 
Prof. Dr. Christoph Türcke studierte Evangelische Theologie und Philosophie in Göttingen, Tübingen, Zürich und Frankfurt am Main. Er arbeitete als Hochschulassistent für Evangelische Theologie und ihre Didaktik an der Hochschule Lüneburg und habilitierte sich 1985 im Fachbereich Philosophie an der Gesamthochschule Kassel. 1987 war er Gastregisseur am Jungen Theater Göttingen. Nach einer Gastprofessur für Philosophie an der Universidade Federal do Rio Grande do Sul in Porto Alegre, Brasilien, wurde Christoph Türcke an die Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig berufen, wo er bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand eine Professur für Philosophie innehatte. Im Verlag C.H.Beck sind zuletzt von ihm erschienen: Mehr! Philosophie des Geldes (2015) und Hyperaktiv! Kritik der Aufmerksamkeitsdefizitkultur (2012).

Dr. Johan Schloemann ist Redakteur im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung, zuständig für Geisteswissenschaften und Debatten.

"Zur Sache ..." - Autoren in der Staatsbibliothek ist eine gemeinsame Veranstaltungsreihe von der Bayerischen Staatsbibliothek und dem Verlag C.H. Beck mit freundlicher Unterstützung der Förderer und Freunde der Bayerischen Staatsbibliothek und der Buchhandlung Lehmkuhl.

 


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