Münchener Zentrum für Lehrerbildung
print

Links und Funktionen
Sprachumschaltung

Navigationspfad


Inhaltsbereich

Augmented Reality Seminar von GeschichtePLUS erhält Lehrinnovationspreis

19.12.2017

Die Ludwig-Maximilians-Universität würdigt mit ihrem Lehrinnovationspreis Lehre@LMU Lehrende, die besondere Lehrkonzepte erarbeiten und umsetzen. Neben zehn weiteren Veranstaltungen wurde das Seminar „Augmented Reality II. Digitale Konzepte im Museum zwischen Kunst und Geschichtsdidaktik“ geehrt. Das Seminar wurde im Sommersemester 2017 im Rahmen des Projekts GeschichtePLUS von Regina Bäck, Dipl.Inf David Plecher und Matthias Tischler an der Fakultät für Geschichts- und Kunstwissenschaften angeboten.

Augmented Reality ermöglicht die Erweiterung der realen Umgebung mit virtuellen Informationen, die dreidimensional und lagegerecht in das Sichtfeld des Benutzers eingeblendet werden. Als Schnittstellentechnologie eröffnet sie somit neue Möglichkeiten, um Information, Interaktion und Produktion mit historischen Themen und Lernorten zu verbinden.

Das interdisziplinäre Dozententrio (IT/Kunstpädagogik/Geschichtsdidaktik) diskutierte im Seminar intensiv mit den Studierenden über die Nutzung von AR im Schulkontext. In Studierendentandems mit Teilnehmern aus verschiedenen Fächern wurden schließlich Unterrichtskonzepte zum Einsatz von AR an historisch bedeutsamen Orten entwickelt und im Anschluss im Rahmen eines mehrtägigen Projekts gemeinsam mit Jugendlichen erprobt.

Aufgabenstellung war die Neukonzeption von NS-Architektur via AR, die durch die Einbettung des Kameramodus eine Präsentation sowohl an Stelle bestehender Architektur im Stadtraum, als auch im flexiblen Rahmen einer Ausstellung bzw. im Klassenzimmer ermöglichte. Anschlussfähige Themenfelder, wie beispielsweise Erinnerungskultur, Architektur und Kunstpolitik des Nationalsozialismus wurden im Zuge der individuellen Projekte erarbeitet.

In der Lehrveranstaltung zeigte sich ein breites Spektrum an Möglichkeiten, um historische Räume im digitalen Zeitalter mithilfe von AR neu zu begreifen, anzueignen und zu transformieren. Aus geschichtsdidaktischer Perspektive der Projektbeteiligten kann besonders hervorgehoben werden, dass das künstlerische Gestaltungspotential von AR zu einem individuellen Bezug von Vergangenheit und Gegenwart führen kann.


Servicebereich